SchmelzBar spendet 3D-Drucker an die Johann-Textor-Schule Haiger

Die Schülerinnen und Schüler der WP-Kurse und AGs “3D-Druck” und ihr Leiter Steffen Wendland durften sich über ein ganz besonderes Geschenk in der Vorweihnachtszeit freuen. Die Firma SchmelzBar aus Neunkirchen spendete einen qualitativ hochwertigen 3D-Drucker der Marke Prusa. „Wir sind sehr dankbar für das Gerät. Die zusätzliche Druckkapazität können wir sehr gut gebrauchen“, freute sich Wendland.

Sie freuen sich über den neuen 3D-Drucker (v.l.n.r.): Samuel Knaus, Firma SchmelzBar, Kursleiter Steffen Wendland, Vorsitzender des Fördervereins der JTS, Klaus Dieter Schwunk, Stufenleiter Jahrgänge 9/10 u. Ganztagskoordinator Alexander Schüler.

„Die Spende ist ein Dankeschön für die erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen uns und der Johann-Textor-Schule. Zu der Idee für die Spende kam es, als ein anderes Gerät aus der Schule Probleme machte und sich nicht reparieren ließ.“, ergänzte Samuel Knaus von SchmelzBar, der das Gerät übergab.

SchmelzBar ist ein Onlinehandel für 3D-Drucker und Zubehör in Neunkirchen. Sie liefern das für den 3D-Druck notwendige Ausgangsmaterial Filament, aus dem die 3D-Objekte gedruckt werden. „Es ist echt spannend zu sehen, was die Schülerinnen und Schüler alles daraus machen“, erklärte Knaus. „Wir sind sehr zufrieden mit der bisherigen Zusammenarbeit und möchten unseren Support weiter ausbauen. Gerne helfen wir auch bei zukünftigen Schulprojekten“, so Knaus weiter.

Beim 3D-Druck wird das Filament aufgeschmolzen, um dann schichtweise im Schmelzverfahren ein dreidimensionales Objekt daraus zu erstellen. Vor dem Druck wird ein Objekt zunächst mittels CAD-Software als dreidimensionales Modell erstellt und dann in einem zweiten Arbeitsschritt so in Schichten für den Drucker aufgebaut, dass er es drucken kann. Diesen Prozess nennt man in der Fachsprache „Slicing“. Der 3D-Druck selbst stellt dann das Endergebnis dar.

Der neue 3D-Drucker für die JTS wurde von der Firma SchmelzBar gespendet.

Die Anwendung und Modellierung mit CAD steht dabei im Mittelpunkt für die Schüler. Jedem steht dafür ein Bildschirmarbeitsplatz zur Verfügung, an dem die Modelle entworfen und überarbeitet werden. Sie arbeiten weitgehend selbständig und können bei Bedarf auf die Hilfe des Kursleiters zurückgreifen. Neben dem richtigen Umgang mit der Software und dem Ablauf des Fertigungsprozesses lernen sie dabei auch noch eine Menge über Statik, denn die gedruckten Objekte müssen stabil sein und zum Beispiel mittels Gewinde verschraubt werden können.

„Technik und Kreativität zusammen zu bringen, das ist wichtig. Meine Vision ist es, weg von der reinen Technik hin zur Verbindung mit dem Fach Kunst zu kommen.“ betont Wendland, der neben seinem Studium für die Fächer Deutsch und Erdkunde eine Ausbildung zum Steinmetz mit der Fachrichtung Steinbildhauer und Fortbildungen zur Fachkraft für Additive Drucktechnologie absolviert hat.

Für den Praxisbezug arbeitet die Johann-Textor-Schule eng mit heimischen Unternehmen, wie Rittal und Cloos, zusammen. So haben die Schüler für die Firma Rittal den Prototyp eines Schaltschranks vorab als verkleinertes Modell gedruckt und so deren Arbeit unterstützt.

*Bilder und Beitrag von Johannes Linsel (Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit – Johann-Textor-Schule Haiger)

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